Name: 
Xu, Fengxia
Nationalität: 
VRC
Instrumente: 
guzheng, sanxian, guqin, voice
 
Bestell-Nr.: 
FMP-CD-096
a/l/l 006
a/l/l 007
Website:   xufengxia-music.de
zheng@xufengxia-music.de
Biografie:   Xu Fengxia

geb. 1963 in Shanghai. Begann im Alter von 7 Jahren verschiedene Zupfinstrumente zu spielen. Besuch der Mittelschule des Shanghaier Musikkonservatoriums und anschließend Studium der klassischen chinesischen Musik am Shanghaier Konservatorium. 1985 Konzertexamen mit Schwerpunkt ´chinesische Zupfinstrumente´.
Ab 1986 Mitglied des berühmten Shanghaier Orchesters für Chinesische Musik als Solistin für das Instrument Sanxian.
1987 Plattenaufnahmen für Hugo Records Hongkong und 1988 erste Deutschlandtournee mit diesem Orchester.
Mitbegründerin der ersten Frauen-Rockband Shanghais; 1989 vielbachtetes Solokonzert mit vier Zupfinstrumenten in Singapur; 1990 erstes Konzert mit Jazzmusikern im ´People´s Theatre´ in Shanghai.
1991 Übersiedlung nach Deutschland. Seit 1992 Mitglied des ´Gufeng Ensembles´, ein Zupfinstrumenten-Quartett bestehend aus vier chinesischen Spitzenmusikerinnen (Zhang Zhenfang, Dong Ya, Xu Fengxia, Lao Ran). Mit diesem Ensemble trat sie u.a. beim Musikfestival in Athen, beim Bayerischen Rundfunk in München, und 2000 bei einer Produktion mit dem Stuttgarter Kammerorchester auf.
Zwischen 1991 und 1996 Mitglied der Gruppe ´Shanghai Connection´, die vom Trio bis zur Sep-tettbesetzung neue Kompositionen im Spannungsfeld zwischen traditioneller chinesischer Musik und Jazz aufführte. In dieser Zeit verschiede-ne Konzerte im Raum NRW (´Shanghai Connection´ mit Rolf Sudmann, Zhang Zhen fang, Rudi Mahall, Li Jingxia, Roland Bisswurm, Xu Fengxia).
1995 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Meisterbassisten Peter Kowald, u.a. in dessen Gruppe ´Global Village´. Mit Kowald konzertierte sie u.a. auf zahlreichen Festivals, darunter dem Total Music Meeting Berlin (1995), Taklos Festival in Basel, Canaille Frankfurt, Visions Festival New York, Poschiavo Festival Schweiz, Puschkin Festival Moskau.
Seit 1997 ist sie zunehmend auch solistisch tätig, insbesondere im Zusammenhang mit Aufführungen von Werken neuer chinesischer Komponisten wie Xu Shuya, Qu Xiaosong, Chen Xiao-yong, Zhou Long (realisiert in Zusammenarbeit u.a. mit dem Niew Ensemble Amsterdam, dem Ensemble Recherche, der Bremer Kammerphilharmonie und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks). Mit dem Nieuw Ensemble konzertierte sie auch in Lissabon, Paris, München, Huddersfield, Amsterdam, Brüssel, u.a.
Mitbegründerin des Trios THE NEW FLAGS (mit Wolfgang Fuchs und Roger Turner); erster Auftritt in dieser Besetzung im Juni 2002 in Berlin (G 7 Music Hall und Kulturhaus Mitte); im November Konzert im Rahmen des Total Music Meetings.

Xu Feng Xias Hauptinstrument ist die 21-saitige Guzheng, eine Wölbbrettzither, verwandt mit dem japanischen Koto und dem koreanischen Kayagum, deren 21 pentatonisch gestimmte Saiten auf hohen verschiebbaren Stegen ruhen. Der rechts gezupfte Ton kann links vom Steg durch Druck auf die Saite um mehr als einen Ganzton erhöht werden. Daneben verwendet Fengxia Perkussionsinstrumente oder Resonanzobjekte, streicht das Instrument mit Violinbögen oder spielt es hinter den Stegen.
Die Guqin, die ´klassische´ chinesische Zither, ist eines der ältesten Instrumente Chinas und findet erstmals während der ´Frühlings- und Herbstperiode´ (ca. 700 v. Chr.) Erwähnung.
Es gilt als Instrument der Poeten und Philosophen. Auch Konfuzius hat dieses 7-saitige, bundlose Instrument gespielt, das heute aufgrund seines äußerst feinen und leisen Klangs im Konzertleben Chinas nur noch selten Verwendung findet.
Die Sanxian, eine 3-saitige Langhalslaute, die seit der Yuan Dynastie (13. Jahrhundert) bekannt ist, steht für die volkstümliche, gleichsam ur-chinesische Lebensart. In Nordchina wird dieses Instrument auch als Shu Xian (Buch Instrument) bezeichnet, da es oft von Balladensängern benutzt wird. Das Instrument hat keine Bünde.

"Xu Fengxia ist eine Musikerin, die im Spannungsfeld zweier Kulturen - der chinesischen und der europäischen - zu einer fulminanten Improvisationssprache gefunden hat. Sensationell ist Fengxias Spiel auf ihrem Hauptinstrument, der Guzheng, auf der sie Elemente der Peking-Oper mit Jazz verbindet. Atemberaubend, wie Fengxia, der asiatischen Tradition der Naturschilderung folgend, den rasanten Zickzackflug einer Libelle über die Wasseroberfläche musikalisiert, den Kampf zweier Grillen oder ihre persönlichen Erfahrungen 1991 bei der Flutkatastrophe von Shanghai. (...) Der Jazz der Zukunft wird von Musikern gemacht, die eine Geschichte erzählen. Es werden Geschichten sein wie die von Xu Fengxia" (Günther Huesmann, in: der Tagesspiegel, Berlin, 6.9.1999).

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