Helge Leiberg | Biografie | Ausstellung und Programm | Kunsthalle Brennabor | Konrad Bauer | Gokan | Totentanz | Maschinenmensch

IMPROVISATIONS
Bilder + Bronzen von Helge Leiberg

1. April bis 6. Mai 2007
Eröffnung: Sonntag, 1. April 2007, 15.00 Uhr

Vernissage Sonntag, 1. April 2007 · Finissage Sonntag, 6. Mai 2007 · jeweils 15.00 Uhr

Geschwister-Scholl-Str. 10-13
14776 Brandenburg a.d. Havel

 

HELGE LEIBERG

Portrait Helge Leiberg

... Dass der Betrachter angesichts von Werken wie denen Helge Leibergs Reibungsflächen wahrnimmt und sich selbst und seine immanenten Probleme erblickt, aber dank seiner Einsichtsfähigkeit mit der Assoziation umzugehen weiß, bestätigt den Impetus des Malers, mit seinen stringenten Fassungen auch traditioneller Stoffe sinnliche Aussage und Bekenntnis zugleich ins Bild zu setzen.

Jürgen Schilling: in: Helge Leiberg. Bleiben Sie in Bewegung, 2004

 

 


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AUSSTELLUNG + PROGRAMM

VERNISSAGE



Begrüßung/Ansprache
Live-Musik
  Sonntag, 01.04.07
Kunsthalle Brennabor
15.00 Uhr

Christian Kneisel (Intendant)
Konrad Bauer (Posaune)

PERFORMANCE GOKAN


 

  Samstag, 14.04.07
Studiobühne Brandenburgische Theater
19.30 Uhr
Helge Leiberg (Overhead-Projektion/Noise painting)
Fine Kwiatkowski (Tanz)
Lothar Fiedler (Gitarre/Live Elektronik)
Dietmar Diesner (Saxofon)

FILM/TOTENTANZ


 

  Freitag, 27.04.07
Studiobühne Brandenburgische Theater
19.30 Uhr
anschl. Gespräch mit Regisseur Miklós Königer und
Hauptdarsteller Helge Leiberg
Moderation: Helma Schleif

FINISSAGE


 

  Sonntag, 06.05.07
Kunsthalle Brennabor
15.00 Uhr
Musik: Georg Katzer (Computer, Live-Elektronik, Zuspiel) und
Matthias Bauer (Kontrabass, Stimme)
DER MASCHINENMENSCH (nach Lamettrie)

ÖFFNUNGSZEITEN

 

  So 01.04.
Mi – So
So 06.05.
15.00 – 20.00 Uhr
14.00 – 20.00 Uhr
15.00 – 20.00 Uhr



Ausstellung + Programm: Helma Schleif
im Auftrag der Brandenburger Theater GmbH/Kunsthalle Brennabor
Infos: Andreas Kiepert (Leiter der Presse- + Öffentlichkeitsarbeit): kiepert@brandenburgertheater.de · Tel. 03381-511124
Helma Schleif (Kuratorin): fmp.distribution@t-online.de · Tel. 030-323 75 26 · Fax: 030-324 94 31
Akkreditierung Rahmenprogramm/Fotomaterial/Interviewanfragen Künstler: Schleif + Kiepert

Kunsthalle Brennabor · Geschwister-Scholl-Str. 10-13 · 14776 Brandenburg an der Havel · EINTRITT FREI
Brandenburger Theater im CulturCongressCentrum · Grabenstr. 14 · 14776 Brandenburg an der Havel



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KUNSTHALLE BRENNABOR

2001 wurde ein erster Teil der historischen Brennaborwerke instandgesetzt, einer einstigen Automobilfabrik, die bis 1933 zu den bedeutendsten Motorenwerken Deutschlands zählte*.
Es entstanden großzügige Ausstellungsräumlichkeiten für Bildende Kunst, die seit der Eröffnung von den Brandenburger Theatern bespielt werden. Von Mathematik und Kunst – über Kunst im Knast – Disposition 1 bis zur Anne Koenig-Ausstellung gelang es, international bekannte Künstler in Brandenburg an der Havel vorzustellen. Auch die Licht-, Klang- und Videoinstallationen von Matthias Deumlich, unter dem Titel sleep+eat, haben überregionale Beachtung gefunden. Die Ausstellung wurde im Rahmen des ´Kunstherbst Berlin 05´ vorgestellt und zog viele kunstinteressierte Berliner an.
Nach Sigrid Becker, Hermann Spörel, St. Meixelsberger und Klaus Staeck wurden im Rahmen des ´Kunstherbst Berlin 06´ Werke der Künstlerin Claudia Güttner gezeigt. Es folgten die Ausstellungen ´Off-Art´(November 06), die 9. Brandenburger Modellbahntage, die Ausstellung ´Volka´ mit Malerei, Grafik und Texten von Volker Schulz anlässlich seines 10. Todestages, die Ausstellung mit Aquarellen und Multiples von Kirsten Klöckner (`Bitte fühlen Sie sich wie zu Hause´) sowie Lutz Jahn: Grafiken und Zeichnungen.

Die Ausstellung IMPROVISATIONS: Bilder + Bronzen von Helge Leiberg (1.4. – 6.5.2007) ist die siebte Ausstellung in der Saison 06/07. Sie umfasst insgesamt 15 großformatige Bilder (Acryl/ Leinwand auf Keilrahmen), die hier erstmals zu sehen sein werden, sowie 8 bis 9 Bronzen.

Helge Leiberg, 1954 in Dresden geboren, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Deutschlands, dessen Werke in zahlreichen Museen und Privatsammlungen hängen.
Aus Anlass der Ausstellung haben wir für Sie ein Rahmenprogramm mit Konzerten, Performances und Filmen zusammengestellt, die den Maler Leiberg auch als Hauptdarsteller zeigen (TOTENTANZ, Regie: Miklos Königer), als Performance-Künstler und Noise-painter (GOKAN, mit Fine Kwiatkowski/Tanz, Lothar Fiedler/E-Gitarre, Elektronik, Dietmar Diesner/Saxes) sowie im Kontext von Musikern + Komponisten (Georg Katzer/Matthias Bauer, Conny Bauer), deren Werke bzw. Aufführungspraxis affine Inhalte transportieren.

Helge Leiberg gab seiner Ausstellung den Titel ´Improvisations´:

Improvisation kann sich in unterschiedlichen Medien ausdrücken, in der Musik, im Tanz, in der Sprache, in der Malerei, in der Literatur, auf dem Theater. Aber auch viele Alltagssituationen, in die der Mensch tagtäglich gerät, können Improvisationstalent erfordern. Ohne dieses Improvisieren, Ausprobieren, Einfälle verwirklichen, ohne die Ergebnisse voraussehen zu können, hätte es keine Menschheitsentwicklung gegeben.
Farbe, Formen, Bewegung, Klänge, Kompositionen, Strukturen, das sind die Elemente, aus denen Kunstwerke entstehen, so auch die von Helge Leiberg.
Man kann sie mittels eines festen Plans einsetzen, aber auch mit spielerischer Leichtigkeit, die uns oftmals neue Ideen und Lösungen beschert, auf die man durch konzeptuelle Planung nicht gekommen wäre.

Musiker improvisieren oft mit einem vorgegebenen Stück, einer Melodie oder einer musikalischen Struktur, die dann entsprechend aufgelöst und in neue Zusammenhänge gebracht werden. So entstehen völlig neue Klangbilder und regen wieder zu anderen Stücken an.

Das Improvisieren in der Gruppe, mit Vertretern verschiedener Medien, wie es bei GOKAN der Fall ist, ist eine wichtige Inspirationsquelle für die Bilder, Zeichnungen und Bronzen von Helge Leiberg. Dieses Zusammenspiel von Musik, Tanz, Sprache und Zeichnung ist eine sehr spezielle, sehr freie Kunstform. Meist gibt es nur wenige Absprachen, die Zeit oder einzelne Soli und Duos betreffend. Alles andere entwickelt sich völlig frei, von den Stimmungen, dem Wissen, der Persönlichkeit und der Erfahrung getragen.

Leiberg arbeitet an seinen Bildern oft ebenso improvisatorisch, und ebenso wie bei der Improvisationsmusik überträgt sich die Spannung auf die Betrachter bzw. das Publikum. Dabei wird die ganze Fülle menschlichen Daseins in all seiner Schönheit und Dramatik deutlich gemacht.

Der Ausstellungstitel meint zum einen die Art und Weise, wie die Werke entstanden sind, zum anderen thematisiert die Ausstellung auch das Improvisieren selbst, Musiker, Tänzerinnen, Imaginationen, komplexe Strukturen und Beziehungsmuster.

*
Wer sich für die Geschichte der Brandenburger Brennabor-Werke interessiert, dem sei das 2005 im Kerschensteiner-Verlag erschienene Buch ´Brennabor. Vom Korbmacher zum Autokönig. Aus dem Leben der Industriellenfamilie Reichstein 1839-1971´ von Frank und Renate Stapf, geb. Reichstein, empfohlen (ISBN 3-931954-12-9).


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Konrad ´Conny´ Bauer (Posaune)

Eröffnung: Sonntag, 1. April 2007, 15.00 Uhr

Begrüßung: Christian Kneisel (Intendant)
Live-Musik: Konrad ´Conny´ Bauer

Konrad BauerConny Bauer gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der frei improvisierten Musik und zählt zu den großen Neuerern des Posaunenspiels.
Als Posaunist hat er ungewöhnliche Spieltechniken entwickelt, die besonders in seiner Solomusik zum Tragen kommen. Seit Mitte der 80er Jahre erweitert Conny Bauer sein Solospiel mit elektronischen Effekten wie Hall, Echo, digitaler Tonhöhenänderung, etc.
In neuerer Zeit kommen jedoch nur noch Sampler zum Einsatz. Mit Hilfe eines Fußschalters werden während des Konzertes über ein Mikrofon Loops aufgenommen, die durch ihre unterschiedlichen Rhythmen und Längen gegeneinander laufen, wodurch lebendige Backgrounds entstehen, über die er dann improvisiert. Bei dem neuen Soloprogramm sind akustisches Posaunenspiel und Improvisation über Loops im Wechsel zu hören. Dank moderner Elektronik haben auch die gesampelten Töne den typischen Klang von Posaunen – den ´gelben Klang´.

Geboren 4.7. 1943 in Halle/Saale. Studium der Posaune an der Dresdner Musikhochschule und an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Gründete und initiierte Anfang der 70er Jahre zahlreiche Ensembles, die für die Entwicklung der frei improvisierten Musik in der DDR wegweisend wurden, darunter Exis (1971-73), FEZ (1974-77), Konrad-Bauer-Quartett (1978-80), Konrad-Bauer-Trio (1980-81); Doppelmoppel (1981), Zentralquartett (1984), Klangprojekt (1986), Jazzorchester der DDR (1987-88), Tiny Island (1988-91). Erstes Solokonzert 1974.
Zusammenarbeit mit internationalen Musikern wie Derek Bailey, Han Bennink, Anthony Braxton, Harry Miller, Alan Tomlinson, Barry Altschul, Peter Brötzmann, Gerry Hemingway, Fred Van Hove, Daniel Humair, Peter Kowald, Joachim Kühn, George Lewis, Louis Moholo, Butch Morris, Maggie Nichols, Tony Oxley, Barre Phillips, Louis Sclavis oder mit Performance-Künstlern wie Herbert Fritsch, Krause Zwieback, Sheryl Banks, mit den Choreographen Tadashi Endo, Toula Limnaios, Arila Siegert sowie mit Wortkünstlern wie Ernst Jandl, Walfriede Schmitt u.v.a. Zahlreiche Platten- und CD-Veröffentlichungen seit 1974. Preise und Auszeichnungen: Kunstpreis der DDR 1986, Kritikerpreis der Musikbiennale 1989, Verdienstorden des Landes Berlin 1994, SWR-Jazzpreis 2004.



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GOKAN (japanisch: die Sinne)

Multimedia-Performance
Samstag, 14. April 2007, 19.30 Uhr, Studiobühne


 

Helge Leiberg ........................................................ Overhead Projektion, Noise-painting
Lothar Fiedler ......................................................... Gitarre, Live Elektronik, Tapes
Dietmar Diesner .................................................... Saxophon
Fine Kwiatkowski ................................................... Tanz


Die Performancegruppe GOKAN gibt es seit 1990. Das Wort ´Gokan´ kommt aus dem Japanischen und bedeutet: ´die Sinne´. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben dem Maler und Erfinder des Noisepainting Helge Leiberg, dem Gitarristen Lothar Fiedler und dem Saxofonisten Dietmar Diesner die Tänzerin Noriko Wada (Kyoto/Japan), von der auch die Namensidee stammt.
Seit 1995 ist die Tänzerin Fine Kwiatkowski festes Mitglied der Gruppe.

Im Unterschied zu anderen Projekten von Leiberg/Fiedler liegt GOKAN keine literarische Vorlage zugrunde. Dennoch werden Geschichten erzählt.
Die ineinander übergleitenden Bilder Helge Leibergs entstehen als großflächige Projektionen auf der Leinwand. Geschickte Überblendungstechniken erzeugen auf- und abklingende Farben, auftauchende und wieder verlöschende Figuren, Licht- und Schatteneffekte.
Betrachter vermuten oft, dass dahinter eine aufwendige Apparatur steckt, doch Helge Leiberg arbeitet ausschließlich mit zwei einfachen Overheadprojektoren.

Fine Kwiatkowski gehört zu den experimentierfreudigsten und innovativsten Tänzerinnen Deutschlands. Sie zeichnet sich in die Bilder Leibergs als bewegliche Figur ein, setzt Klänge und Geräusche in Bewegung um, dynamisiert mit dem Körper die Musik, nimmt Bewegungen des Pinsels auf, provoziert diese.

Die von Lothar Fiedler erzeugten Klang- und Geräuschteppiche – durch Gitarre, bespielte Tapes und programmiertes Multi-Effektgerät – lassen sich durch seine raffinierte, herausfordernde Spielweise oft nicht mehr dem einzelnen Instrument zuordnen. Sie sind irritierend befremdlich und bekannt zugleich.

Der Saxofonist Dietmar Diesner spielt souverän mit Zirkularatmung, Über-, Neben- und Zwischentönen und changiert zwischen Jazz und minimal music.

„GOKAN, die beste Multimedia-Performance seit langem. Da macht Elektronik Sinn. Tanz und Malerei, über Overheadfolien auf eine Leinwand projiziert, ergeben ein beeindruckendes, liebevolles, auch ironisches Gesamtkunstwerk.“


Fine Kwiatkowski - Tanz

Geb. 1956. Lebt in Berlin. Seit dem vierten Lebensjahr der Körperarbeit verschrieben, begann 1980 die konsequente Entwicklung einer eigenen Bewegungssprache hin zum Tanz. Dabei stand und steht die Improvisation im Mittelpunkt des Arbeitsansatzes, in Zusammenarbeit mit Künstlern der Improvisierten und Zeitgenössischen Musik, Bildenden Kunst, Film und Schauspiel.
1988 wird die Arbeit durch eigene Tanztheaterstücke und Performanceprojekte, in Zusammenarbeit mit Theaterhäusern in Deutschland, erweitert. Außerdem intensive Workshoparbeit als Ausgangspunkt für Tanz- u. Körperforschung.
Fine Kwiatkowski tanzte bis 1989 in der DDR, in Bulgarien, Rumänien und Polen.
Seit 1990 auch in Frankreich, Österreich, USA, Dänemark, Belgien, Spanien, Schweiz.
2003 Gründung des gemeinnützigen Vereins „rhizom e.V.“, Verein zur Förderung künstlerischer Ausdrucksformen mit medienübergreifendem Charakter; Gründung des intermedialen Kunstprojekts „cri du cœur“ mit Willehad Grafenhorst.

Fine Kwiatkowski arbeitete u.a. zusammen mit Musikern und Komponisten wie Christoph Winckel, Sven-Ake Johansson, Uli Gumpert, Heiner Reinhardt, Carlos Inderhees, Jürg Frey, Marianne Schuppe, Dirk Marwedel, Ulrich Phillipp, Wolfgang Schliemann, Phil Minton, Peter Kowald, Le Quan Ninh, Agustí Fernández, Martine Altenburger, Michel Doneda, Thomas Lehn, AMM (John Tilbury, Eddy Prevost, Keith Rowe) und Urs Leimgruber; mit bildenden Künstlern, Filmemachern und Tänzern wie Lutz Dammbeck, Schang Hutter, Wolfgang Scholz, Christine Schlegel, Mariola Gröner, Valerie Metivier, Tadashi Endo, Anna Huber, Günther Wilhelm, Masaki Iwana und Britta Schönbrunn.


Ensembles mit Fine Kwiatkowski:

GOKAN
TAMMEN/KWIATKOWSKI mit Hans Tammen (Gitarre)
VORFELD/KWIATKOWSKI mit Michael Vorfeld (bewegte Lichtinstallationen und Perkussion)
CHIESA/KWIATKOWSKI mit David Chiesa (Kontrabass)
SCHAD/GRAFENHORST/KWIATKOWSKI mit Robert Schad (Skulpturen), Willehad Grafenhorst (Laptop)
CON MOTO mit Günter Christmann (Cello, Posaune), Urs Leimgruber (Saxofon),
Elke Schipper (Lautpoesie), David Zambrano (Tanz), Alexander Frangenheim(Kontrabass)
CRI DU COEUR mit Willehad Grafenhorst (Bässe, Elektronik, Laptop, Computervisualisierung)
TRAMES X mit David Chiesa (Kontrabass), Michel Doneda (Saxofon), Yukiko Nakamura(Tanz)

„Fine Kwiatkowski offenbart mit ihrer außergewöhnlichen und hoch differenzierten Körpersprache, dass die Grenzen dessen, was durch Bewegung sagbar ist, noch immer nicht festgeschrieben sind. Sie intensiviert innere Zustände, manifestiert sie durch unverwechselbare Bewegungen im Raum, in der Abfolge bis hin zur Skulptur, indem sich ihr Tanz, ein nur mit persönlichem Atem einzugebender Code, mit den Klängen und Bildern verschränkt.“

Urs Leimgruber, Saxophonist


Lothar Fiedler Gitarre - Live Elektronik, Tapes

Geb. 1953. Lebt in Berlin. Spielte in verschiedenen Rockgruppen, ab 1973 eigene Bands (Blues, Jazz, Bigbands). Gitarren- und Kompositionsunterricht an der Musikhochschule Dresden. Seit 1978 verschiedene Improvisationsgruppen.
1986 Übersiedlung von Berlin-Ost nach Berlin-West.
Durch die mehr als zwanzig Jahre währende intensive Auseinandersetzung mit neuen und erweiterten Spielformen der Gitarre und anderen Saiteninstrumenten entstanden bis heute die unterschiedlichsten Solo- und Gruppenimprovisationen, Instrumentalpräparationen, Multiplay, Montagen, Elektronik.
Lothar Fiedler war und ist Initiator zahlreicher Ensembles sowie multimedialer Projekte, u.a. auch SUM, der ersten freien Theatergruppe der DDR:
Zusammenarbeit mit Tänzern, Schriftstellern, Malern und Filmemachern, u.a. mit A.R. Penck, Helge Leiberg, Christa Wolf, Corinna Harfouch, Peter Lohmeyer, Lutz Dammbeck, Radu Malfatti, Konrad Bauer, Johannes Bauer, Ernst-Ludwig Petrowsky, Phil Minton, Butch Morris, Sven-Ake Johansson, Dietmar Diesner und Peter Kowald.
Musik für Film- und Rundfunkproduktionen. Konzerte und Tourneen im In- und Ausland.

Dietmar Diesner - Saxofon

Geb. 1955 in Elsterwerda. Lebt in Dresden. 1966 erste musikalische Ausbildung am Conservatorium Cottbus (1979 Lizenz als Berufsmusiker) und an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden (Diplom 1985). Seit 1979 freischaffend, zunächst in Berlin und im Ausland tätig, dann wieder in Dresden.
Arbeitet an der Entwicklung neuer Spieltechniken für das Saxofon. Diesner gehört zu den Protagonisten der sog. ´real time composition & performance´, die aus der Improvisationsmusik heraus entwickelt wurde.
Diesner komponierte Bühnenmusik u.a. für Theater (1230 Bern, Staatstheater Dresden, Kleist-Theater Frankfurt/Oder, carrousel theater Berlin) und arbeitete 1988/89 u.a. auch mit dem Dramatiker Heiner Müller zusammen.
1997 entstand die Filmmusik zu dem Dokumentarfilm ´Franz Fühmann – Das Bergwerk´von Karlheinz Mund; 2000 zu ´Preussen – ein Streitfall´ (arte/ORB) und 2001 ´Konzert im Freien (zusammen mit Günter ´Baby´ Sommer) in der Regie von Jürgen Böttcher/Strawalde.
Zahlreiche Hörfunk-, TV- und Tonträgerproduktionen, Festivals und Konzerte u.a. mit Tony Oxley, Paul Rutherford, Phil Wachsmann, Barry Guy, Radu Malfatti, Sven-Ake Johansson, Shelley Hirsch, Laura Newton, Fred Frith, Elliot Sharp, Arto Lindsey, David Moss, Jim Meneses, Gerry Hemingway, Jone Rose, Lothar Fiedler, Ulrich Gumpert, Ernst-Ludwig Petrowsky, Conny und Hannes Bauer, Manfred Schulze, Klaus Koch, Peter Holliger, Heiner Goebbels, Wiegald Boning, Lars Rudolph, u.a.
Seit 1982 gibt Dietmar Diesner Solo-Konzerte und genre-übergreifende Performances mit Schriftstellern wie Bert Papenfuß sowie bildenden Künstlern wie Helge Leiberg, Hans Scheuerecker, Claus Weidendorfer, Jürgen Haufe, Matthias Bolz, Hans W. Scheibner u.a.
Zusammenarbeit mit Tänzerinnen und Tänzern wie Fine Kwiatkowski, Sasha Waltz, David Zambrano, Mark Tomkins, Frans Poelstra und Aufführungen auf internationalen Bühnen und Festivals.


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TOTENTANZ

Filmvorführung + Gespräch mit Miklós Königer + Helge Leiberg Freitag, 27. April 2007, 19.30 Uhr

Dokumentarspielfilm
Ungarn/ Deutschland 1991/92
Format: 16 mm, Farbe / Beta SP / DVD
Länge: 51 Minuten
UA: 14. Juli 1992, Festival Karlovy Vary

Buch + Regie

Produktion
Produzent
Kamera
Ton
Musikmontage
Schnitt
Kostüm
Maske
Requisite
Regieassistenz
Produktionsleitung
Maler
Tod
Kaiser
Bischof
Begleiter
Edelmann
Arzt
Kaufmann
Landsknecht
Schiffer
Klausner
Bauer
Jungfrau
Greis
Eröffnungsredner
Alte Dame
Choreograph
Choralmusik
Totentanz op. 12, Nr. 2
Flötenintonation
Gedichte
Spruchverse
Ausführende
Leitung

Miklos Königer

Arge Man Film Berlin/FMS Studio MTV1 Budapest
Jolán Árvai / Jürgen Schäfer
Nyika Jancsó
Gábor Migray
Lászlo Herczeg
Teri Losonczi
Maria Petrovich
Agnes Varga
István Révész
János Szirtes
István Major / András Tóth
Helge Leiberg
Jenö Löcsei
Tivadar Horváth
Kornél Hédl
Isván Hézso
Jürgen Schäfer
Károly Varga
István Magasházi
Belá Kdozsi
Janos Pagonyi
Gyula Pinter
Gyözö Zilahy
Ildiko Kishouti
Pál Regös
Laszló Maácz
Hédi Zsolnay
Jenö Löcsei
Hugo Distler

Volker Häusler
Johannes Klöcking
Angelus Silesius
Irene Maas (Sopran)/ Wolfgang Engel (Blockflöte) / Kreuzberger Kantorei
Volker Häusler


Inhalt

Der Berliner Maler Helge Leiberg bereitet eine Ausstellung vor. Die Kamera beobachtet die verschiedenen Phasen seiner Arbeit. Der traditionelle Totentanz wird durch die begleitende Komposition aus Tanz, Musik und Poesie lebendig.

Produktionsmitteilung

... Zweifellos einer der besten expressionistischen Filme seit 1940 (Katalog Karlovy Vary).

Am Anfang war das Bild; die Motive des Totentanzes wurden auf die Mauern mittelalterlicher Beinhäuser gepinselt und durch Verse erläutert. Der Variationen gab es viele, eine neuzeitliche zeigt Miklós Königers Film TOTENTANZ. Unterlegt von Hugo Distlers Musik, basierend auf den Spruchversen von Angelus Silesius, sehen wir den Berliner Maler Helge Leiberg eine verlassene Markthalle in Budapest zum Ausstellungsort umgestalten. Seine mit breitem Strich archaisch hervorgezauberten Todestänzer geraten von der Leinwand auf Fußboden, Holzbank und elektrischen Schaltkasten – hinter dem der Jenseitsbote ebenfalls steckt. Ganz ohne Sense saust der Tänzer Jenö Löcsei übern Set, keine gammelige Horrorfigur, sondern ein junger Mann in Schwarz, der seine traditionellen Opfer sucht und findet: Kaiser, Bischof, Edelmann, Arzt, Kaufmann, Landsknecht, Schiffer, Klausner, Bauer, Jungfrau, Greis und Kind. So vermengen sich reizvoll die Ebenen künstlerischer Ausdrucksformen bis hin zum Ausschnitt jenen Alltags, der hier ´Drehpause´ heißt; während man aus Leibergs bemalten Tassen trinkt, schickt sich das gnadenlose Weltenspiel der Vergänglichkeit an, auch dieserorts weiterzuwirken. Die Schlusspointe schließlich, zu Leibergs Vernissage, wo sich die Darsteller der soeben Gestorbenen quicklebendig einfinden, sagt uns, dass noch lange nicht Drehschluss ist.

In: Tip 9/1992
(siehe auch: Norbert Tefelski, in: Der Tagesspiegel, 10.09.1993)

1991 erarbeitete Helge Leiberg in der alten Budapester Markthalle den Grundstock der Ausstellung ´Totentanz´, einen Zyklus von gut 25 Rollbildern auf Leinwand in unterschiedlichen Formaten.
Der Regisseur Miklós Königer dokumentierte seinerseits das Entstehen der Bilder von Eros und Tod und realisierte andererseits seinen eigenen Film als ein Tanzspiel zwischen tastbarem Elysium und Leere-Zeit.
Die Bilder Helge Leibergs und eine moderne Ballettversion (Tanz/Choreographie: Jenö Löcsei) nach mittelalterlichen ´Totentanz´-Vorlagen in Text und Bild fließen in einer Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm zusammen, der ganz aus der Bewegung lebt und der eindringlichen Komposition des Kirchenmusikers Hugo Distler von 1932 folgt.
„Manchmal sind die Linien, die Leiberg auf Leinwand oder Papier erscheinen lässt, Gerinsel, blutrot und brutal, manchmal gleichen sie zerfetzten Mullwickeln. Mit den elektronisch verfremdeten Kratzgeräuschen seines Noise-painting treibt er einen hinter dem Augenhintergrund rumorenden Dauerton Richtung Nacken und als Schauer-Serpentine zwischen den Schulterblättern hindurch. Linien werden zu Zeichen auf der Tonspur und erzwingen den Schrei. In klingendem Zustand, mit Lust und Getöse flutet Farbe mit der Wirkung eines Ereignisses. Zwischen Eros und Thanatos hat Helge Leiberg einen Fluss gestaut, der die traditionelle ´Totentanz´-Darstellung aus der erzählerischen Perspektive erhebt in rauschhaften Taumel.“

Christoph Tannert, Juli 1992, in: Helge Leiberg: Totentanz zu Budapest, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 3.9.-11.10.1992 in der Hauptstädtischen Gemäldegalerie des Historischen Museums der Stadt Budapest



Miklós Königer - Schauspieler, Regisseur, Kurator, Autor

1958-61
1961-65
1964-68
1965-79
Juni 1966
1970-7
1973
1973-79
1979
1994

kaufmännisches Technikum mit Diplom.
Studium der Pantomime mit staatlicher Abschlussprüfung
Studium des Schauspiels und der Theaterwissenschaften
Tätigkeit als Pantomime am Universitätstheater, dann am Nationaltheater
Gründung des ´Theater Total´´
Ausbildung als Tanz- und Theaterkritiker
Mitglied im Fachverband ungarischer Tanzkünstler und – historiker
verschiedene Engagements und Tätigkeiten
Übersiedlung nach Berlin (West)
deutsche Staatsbürgerschaft

Filmographie (als Schauspieler) u.a.

2006
2005



2002
2001
1999
1997
1996


1995
1992
1988
1986
1982
Portrait von Paul Ábrahám
Csak egy lány van a világon
(Nur ein Mädel gibt es auf der Welt)
Der große Franz
Playa del Futuro
Straßenschlacht
Verdammte Gefühle
Drei Gauner, ein Baby und die Liebe
Silvester Countdown
Dr. Bruckner
Zugvögel – Einmal nach Inari
Kissah
United Trash – Die Spalte
Terror 2000
Die Gottesanbeterin
Konzert für die rechte Hand
Dämon in Berlin
Regie: János Darvas)
(Regie: Dávid Lászlo Kerényi)

(Regie: Christian Schwochow)
(Regie: Peter Lichtefeld)
(Regie: Christian Schwochow)
(Regie: Peter Lichtefeld)
(Regie: Vera Loebner)
(Regie: Oskar Roehler)
(Regie: Edzard Onneken)
(Regie: Peter Lichtefeld)
(Regie: Peter Lichtefeld)
(Regie: Christoph Schlingensief)
(Regie: Christoph Schlingensief)
(Regie: Tanja Stöklin)
(Regie: Michael Bartlett)
(Regie: Gábor Bódy)


Eigene Filme (als Drehbuchautor und Regisseur)

1991/92
1990
TOTENTANZ
Illusion mit rotem Regenschirm (Portraitfilm über den Travestiekünstler Cornél Hédl)

Kurator und Organisator filmhistorischer Ausstellungen

2006

2005
2004
2003

2002

2001
2001
2000

1999
1998

Marlene

Marlene Dietrich
Jan Kiepura und Márta Eggerth
Márta Eggerth 90 Jahre
Emigranten – Geboren zur Jahrhundertwende
Márta Eggerth 90 Jahre
Ungarische Stummfilmplakate
Leuchtende Sterne
Asta Nielsen
Deutsche Filme, ungarische Schauspieler
Vamp und Engel – Lya de Putti
Vergessen – Franciska Gaál
Vamp und Engel – Lya de Putti

Transit-Haus, Clausenburg
Cluj (Rumänien)
Goethe-Institut Budapest
Staatsoper Warschau
Staatsoper Budapest
Collegium Hungaricum Berlin
Theater an der Wien, CHB
Collegium Hungaricum Berlin
Collegium Hungaricum Berlin
Filmmuseum Budapest
Goethe-Institut Budapest
Collegium Hungaricum Berlin
Filmarchiv Budapest
Goethe-Institut Budapest

Nyika Jancsó - Kamera / Director of Photography

geb. 22. Juni 1952 in Budapest als Sohn der ungarischen Filmregisseurin Márta Mészáros und des nicht minder berühmten Filmregisseurs Miklós Jancso.
Nyika Jancsó fotografierte zahlreiche u.a. Aufzeichnungen mit den Berliner Philharmonikern (2004 Olympische Spiele Athen, Europakonzert 2003 in Lissabon; 2002 Palermo, 2001 Istanbul) sowie die Konzerte des West-Östlichen Diwan Orchesters unter Leitung von Daniel Barenboim im Ramallah (2005).

Filme (u.a.):
Ede megevé ebédem (2006)
Knowledge is the beginning/Musik als Sprache des Friedens. Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra, ZDF/ARTE 2005 (Kamera: Nyika Jancsó und Andreas Splett)
Ritter napja (2005, TV)
A Temetetlen halott (2004)
Great Performances/From the Acropolis: A Salute to the Games with the Berlin Philharmonic (2004)
Simó Sándor (2002)
Chico (Chile/Kroatien/Deutschland/Ungarn 2001)
Kisvilma – Land der Hoffnung (Regie: Márta Mészáros), Ungarn/D/Polen 2000
Geisterjäger John Sinclair (2000, TV)
The Prince and the Pauper (Regie: Giles Foster) USA 2000
Claudio Abbado: The Silence That Follows the Music (1996, TV)
Broken Lullaby (Regie: Michael Kennedy), USA 1994
A Change of Place (Regie: Donna Deitch), USA/Kanada 1994
Blue Box (1993)
East…West...Home´s Best (Regie: Gamma Bak), D 1992
TOTENTANZ (Regie: Miklós Königer), BRD/Ungarn 1991
Tagebuch für meine Eltern (Regie: Márta Mészáros), Ungarn 1990
Laurin L (Regie: Robert Sigl), BRD/Ungarn 1989
Bye Bye Red Riding Hood (Regie: Márta Mészáros), Kanada/Ungarn 1989
Diary for My Loved Ones, 1987
The Privilege (1982)
A Koncert (1981)


Jenö Löcsei - Choreographie/Tanz

Ausbildung am Ballettinstitut in Budapest und St. Petersburg.
1977 kam er an die ungarische Staatsoper; ab 1982 trat er für vier Jahre als Gastsolist an der Wiener Staatsoper auf.
1983 wurde er mit dem Liszt-Preis und 1986 mit dem Preis Verdienter Künstler geehrt.
1988 führte ihn ein Engagement an die Norwegische Staatsoper in Oslo.
Darauf folgte eine Verpflichtung als Solist an die Deutsche Oper Berlin.
Später wirkte er als Ballettdirektor und Choreograph am Landestheater Schleswig-Holstein, bevor er – diesmal als Solist, Ballettmeister und Choreograph – an die Ungarische Staatsoper zurückkehrte. 2001 verpflichtete ihn das Budapester Operettentheater als Ballettdirektor.

Seine erste Choreographie entstand für TOTENTANZ von Miklós Königer, einen Dokumentarspielfilm, in dem er auch die tänzerische Hauptrolle übernahm.

Zu seinen wichtigsten choreographischen Arbeiten am Budapester Operettentheater gehören das Lévay-Musical ´Mozart!´, Cole Porters ´Can-Can´, ´Gräfin Mariza´ und ´Die Fledermaus´.
An der Volksoper Wien zeichnet Löcsei in der Saison 2006/2007 für die Choreographie der Neuproduktion ´Gräfin Mariza´ verantwortlich.

Quelle: www.volksoper.at


STILLS / TOTENTANZ
 
     

 

Fotos 1- 5:

1 + 4 Helge Leiberg in der alten Markthalle Budapest (Dreharbeiten und Aufbau der Ausstellung)
2 Jenö Löcsei (Tanz, Chroeographie)
3 Alte Markthalle Budapest
5 Miklós Königer (Regisseur)

mit freundlicher Genehmigung von Miklós Königer


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Aufführung von ´Der Maschinenmensch´(nach Lamettrie) / Auszug

Finissage: Sonntag, 6. Mai 2007, 15.00 Uhr

Begrüßung: Christian Kneisel (Intendant)
Mit: Georg Katzer (Musikcomputer, Live-Elektronik) / Matthias Bauer (Bass, Stimme)

Einige Ansichten zum mechanischen Menschen
vorgetragen von Lamettrie am 28. Februar 1748 im Schloß Sanssouci
in Anwesenheit Sr. Majestät des Königs von Preußen
(Text: G. Katzer nach Lamettrie. 1999)

Der französische Arzt, Naturwissenschaftler und Philosoph hatte beim Sezieren die Seele nicht gefunden und fasste, ganz im Geiste Descartes, den Menschen als Maschine auf. Sein Buch „L´homme machine“ (Der Maschinenmensch) kostete ihn sein Vaterland: Er musste aus Frankreich flüchten und landete schließlich in Preußen, am Hof Friedrich des Zweiten, wo er dessen Vorleser und Leibarzt wurde. Obwohl Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, hielt man seine Ansichten auch in Berlin für zu extravagant und ihn selbst für verrückt.
Das zur Aufführung kommende Stück (hier: der Anfangsteil) versucht die Szene zu beschwören, als Lamettrie sich beim König mit einem Vortrag um dessen Gunst bemüht. Zur Überredung bietet er nicht nur seine Argumente auf sondern schließlich auch noch die moderne Technik.
Matthias Bauer als Lamettrie hat nicht nur den Kontrabass zu spielen, sondern auch eine umfangreiche Sprechrolle zu bewältigen, die ihn zu ungewöhnlichen Lautgebungen herausfordert.

Georg Katzer

*

Die Biografie Lamettries (1709-1751), dieses ´Prügelknaben der Aufklärung´ spiegelt die Ächtung seiner damals als ketzerisch empfundenen Thesen: Beim Sezieren hatte er die menschliche Seele nicht gefunden, und so war sie für ihn nur ein ´Bewegungsprinzip, ein ´empfindlicher materieller Teil des Gehirns´, eine Haupttriebfeder der ganzen ´Maschine Mensch´. Lamettrie wollte „die Wahrheit nicht nur erforschen, sondern auch aussprechen“.
Das führte, aller Automatenbegeisterung des Barock und Rokoko zum Trotz, zum Konflikt mit den Frommen aller Couleur, vertrieb den Denker aus Frankreich und an den Hof des preußischen Königs, dessen Leibarzt er die letzten vier Jahre seines Lebens war.

„Matthias Bauer (Kontrabass, Stimme) ist der von Hundegebell gehetzte, etwas wirr um sich blickende Philosoph, der seinen Kontrabass durchwühlt wie Innereien des zu sezierenden, auf sein Funktionieren nach den Gesetzen der Mechanik befragten Objektes Mensch, ihm immer wieder neue virtuose Nuancen an Stöhnen, Brummen, Jaulen und Wimmern abgewinnt, klangfarblich mit den gesprochenen, zerhackt herausgestoßenen, gesungenen und geschrienen Worten oft frappierend abgestimmt. Dann wieder beklagt Bauers Stimme aus dem Off die Unbehaustheit am Hofe des Beschützers aller Glaubensverfolgten, der als letzte der schönen Künste die Kriegskunst pflegte und die neueren Schriften seines Leibarztes eigenhändig verbrannte. Dazu erklingt sehr diskret das ´königliche Thema´ aus dem Bachschen ´Musikalischen Opfer´, fügt sich mit fahlem Flöten-Flair ein in elektronische Strukturen von hoher Klangsensibilität und perfekter Dramaturgie – bis ins letzte, in starren Tontropfen zerstäubende Glissando.“ (SWR2)

„L´homme machine – von Georg Katzer 1997 für mich zuerst als Solo für einen sprechenden Kontrabassisten komponiert, wurde dieses Stück dann zu einer multimedialen szenischen Aktion (Produktion Musikakademie Rheinsberg, 2000) MIT Video, Zuspiel, Sängerin, Tänzer, 2 Schlagzeuger und Live-Elektronik. In voller Bühnenversion, als Solo oder im Duo mit dem Komponisten an der Elektronik kam dieses Stück bisher auf über 30 Aufführungen.“

Matthias Bauer


Matthias Bauer - (Kontrabass, Stimme)

geb. 1959 in Sonneberg/Thüringen. Kontrabass-Studium bis 1980 an der Musikhochschule Hanns Eisler. Lebte von 1980-88 in Lyon/Frankreich. Entwickelte dort mit der Schauspielerin und Regisseurin Nina Goede zahlreiche Projekte experimentellen Musiktheaters. Ab 1988 in Köln und seit 1991 wieder in Berlin lebend, spielte er im Bereich der Improvisierten Musik neben Solokonzerten für Bass und Stimme mit dem Sven-Åke Johansson Quintett, dem Bob Rutman Steelcello Ensemble, seinen Brüdern Konrad und Johannes Bauer (Posaune), dem Uli Gumpert Trio sowie vielfach mit Tony Oxley, Jon Rose, Shelley Hirsch, Bill Dixon u.a.
Realisierte Bühnenmusiken und Konzepte für Improvisierende Musiker.
Im Bereich zeitgenössischer Musik Zusammenarbeit mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Ensemble Modern Orchestra, der Lautten Compagney und Komponisten wie Georg Katzer, Lothar Voigtländer, Helmut Zapf; Helmut Oehring u.a.
Mitglied des Ensembles United Berlin; Teilnahme an zahlreichen internationalen Festivals im Bereich der Improvisierten sowie der neuen Musik als Solist, Ensemblemitglied und Interpret.
Zahlreiche Veröffentlichungen auf CDs.

Georg Katzer - (Komponist, Live-Elektronik)

geb. 1935 in Habelschwerdt/Schlesien. Studierte Komposition bei Rudolf Wagner-Regeny und Ruth Zechling sowie Klavier in Berlin (Ost) und an der Akademie der Musischen Künste in Prag. Danach war er Meisterschüler bei Hanns Eisler an der Akademie der Künste der DDR, zu deren Mitglied er 1978 gewählt wurde. Ernennung zum Professor für Komposition in Verbindung mit einer Meisterklasse. Hier gründete er 1982 das Studio für Elektroakustische Musik, das nach der Wende in die AdK Berlin-Brandenburg integriert wurde und das er bis heute leitet. Seit 1963 lebt er als freischaffender Komponist in Zeuthen bei Berlin. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, der Freien Akademie Leipzig und der Akademie für Elektroakustische Musik in Bourges/Frankreich.
Neben seiner kompositorischen Arbeit (Kammermusik, Orchesterwerke, Solokonzerte, Opern, Ballette, Puppenspiele, Oratorien) beschäftigt sich Katzer auch mit Computermusik, Multimediaprojekten und Improvisation. Bei europäischen Tourneen spielte er zusammen u.a. mit Johannes Bauer, Wolfgang Fuchs, Paul Lytton, Radu Malfatti, Phil Minton, Ernst-Ludwig Petrowsky, Phil Wachsmann, die zu den bekanntesten Musikern der Improvisationsszene zählen.
Kompositionspreise und Auszeichnungen erhielt er in der DDR, in der Schweiz, in Frankreich, Deutschland und den USA. Neben der Musik sind seine Hauptinteressen Kunst, Literatur und Sprachen. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen und Radiosendungen.
´Der Maschinenmensch´ erlebte als Kammeroper im Schloss Rheinsberg seine Uraufführung (2000).


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Über Helge Leiberg

1954
1973-78

1978

1979

1980

1982
1984
1985
1988
1989
1990
1991

1993
1994

1995
1996
1997
1997/98
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004

2005

geboren in Dresden-Loschwitz. Schule, Lehre als Positivretuscheur
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Gerhard KettnerMitarbeit in der Künstlergalerie Leonhardimuseum, erste eigene Bücher im Selbstverlag
freiberuflich tätig; Beschäftigung mit anderen Medien: Free Jazz, Neue Musik, Film, Tanz und deren multimedialer Verbindung
Malerband freier Musik (mit Michael Freudenberg und A.R. Penck). Zusammenarbeit mit dem Gitarristen und Komponisten Lothar Fiedler, erste Untersuchungen Wechselwirkung Musik-Malerei
erste Super-8-Filme mit gemalten, übermalten und Realfilmsequenzen, die später bei Performances auf eine Tänzerin projiziert wurden
Gemeinschaftsbilder (mit Veit Hofmann) zum Tanz
Umzug nach Berlin-Charlottenburg
Arbeitsstipendium des Senats für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin
Atelier Käuzchensteig (Stipendium SenKult Berlin)
Zusammenarbeit mit A.R. Penck an einem Wandbild in Hamburg, Universitätsbibliothek
Gründung der Gruppe GOKAN Lehrauftrag HdK BerlinErfindung des Noise-painting
"ReJoycin", Performances zum 50. Todestag von James Joyce"O.T." Musikgruppe mit A.R. Penck" Totentanz", Hauptrolle im gleichnamigen Dokumentarspielfilm von Miklós Königer, Ungarn/D 1991/1992
"GOKAN", 3. Preis im Performance Wettbewerb KonstanzStudienaufenthalt in Carrara, Plastische Arbeiten
verstärkt plastische Arbeiten in Terracotta/KeramikArbeitsaufenthalt auf MallorcaPerformances in Dresden, Wien, München, Koblenz u.a.
Arbeitsaufenthalt in AmerikaGastprofessur im Pentiment, Sommerakademie in Hamburg
Studienreise durch Nepal"GOKAN" Performance, Akademie der Künste, Berlin
diverse Performances
Medea-Performance mit Christa Wolf in Lissabon, Leipzig, Koblenz, Verbier
"Im Stein", Performance mit Corinna Harfouch und Lothar Fiedler im Gewandhaus Leipzig
„Shakespeare Sonette“, Performance mit Corinna Harfouch, Lothar Fiedler und Aleks Kolkowski
Live-Projektionsmalerei zur Oper „Der Meister und Margarita“, Expo 2000, Deutscher Pavillon
Henry Miller Performance mit Peter Lohmeyer
„L’ harmonia drammatica“, Oper von Vinko Globokar, Theater Bielefeld
„Medea-Projekt“
„Masse und Macht“, Musikfestival in Saarbrücken, Performance mit
Vinko Globokar, Jean-Pierre Drouet und Michel Portal
„Medea-Stimmen“, Performance Schloß Neuhardenberg
Beijing Biennale, Peking, China

Einzelausstellungen (Auswahl)

bis 1983
1983
1984
1987
1988
1989
1990



1991

1992





1993




1994







1995


1996



1997








1998







1999






2000





2001



2002



2003


2004




2005






2006





2007

verschiedene Ausstellungen in Städten der DDR, z.B. Dresden, Radeburg, Cottbus, Berlin, Erfurt
"Hochstand", Galerie Autonom, Berlin
Galerie Kettemann, Heilbronn
"Zeichnungen", Galerie Bodo Niemann, Berlin
"Bilder", Galerie Bodo Niemann, Berlin
"Totentanz", Königer Galerie, Berlin
"Bilder und Zeichnungen", Galerie Blauer Ofen, Seeheim
"Bilder, Zeichnungen, Keramik", Galerie Wolf, Düsseldorf
"Keramische Objekte und Gefäße" mit A.R. Penck, Droysen Galerie, Berlin
"Bilder", Atelier Ste. Anne, Brüssel
"Totentanz", Bilder, Film/Ausstellung in der alten Großmarkthalle Budapest
"Exposition", Kulturamt Treptow, Studio Bildende Kunst, Berlin
"Ausstellung", Galerie im Kabinett Berlin
"Tanz im Kopf", Mannheimer Kunstverein
"Papierarbeiten", Galerie am Friedrichsplatz, Mannheim"
Totentanz zu Budapest", Historisches Museum der Stadt Budapest
"Bilder und Zeichnungen", Galerie Alter Markt, Halle"
Neue Arbeiten", Galerie Elk Zink, Baden-Baden
"Bilder und Gouachen", Kunstkabinett Regensburg
"Luftzug an der Ferse", Galerie Michael Schultz, Berlin
"Neugierreigen", Galerie Epikur, Wuppertal
"Bilderbücher", Goethe-Institut, Thessaloniki
"Neugierreigen", Galerie Rössler, München
"Totentanz", Kunstamt Baden-Baden
"Tanz der Geschlechter", Galerie Signe, Aachen
"Pinturas e obra gráfica", Centro Cultural Sao Lourenco, Portugal
"Tanz in Ton", Droysen Keramikgalerie Berlin
"Bilder", Galerie Chobot, Wien
"Ausstellung" Galerie U.Steinacker, Koblenz
"Totentanz", Eros und Thanatos, St.-Katharinenkirche, Hamburg
"Bilder und Zeichnungen", Galeria Maior, Pollenca, Mallorca
"Sprung Paarung Tanz", Galerie Michael Schultz, Berlin
"Luftzug an der Ferse", Orangerie Dresden, Elbhangfest
"Luftzug an der Ferse", Theater Schweinfurt
"Momentaufnahmen", Galerie Kühn, Bremen
Galerie Schröder + Dörr, Bergisch Gladbach
"Der Flug des Adlers", Galerie Michael Schultz, Dresden
"Zeitsprünge", Kunsthalle Dresden
"Flug des Adlers", Galerie Michael Schultz, Berlin
"Der Flug des Adlers", Kunstkabinett, Regensburg
"Luftzug an der Ferse", Galerie Peter Borchardt, Hamburg
"Figurenschrift", Galerie Epikur, Wuppertal
"Heftige Begegnungen", Ermelerhaus Berlin"
"Salsa Riskante", Alt-Langsow
IAC Galerie, Wiesbaden
Galerie Scheffel, Bad Homburg
"Vida é movimento", Galeria Alvarez, Porto
"Vida é movimento", Goetheinstitut, Lissabon
"Tanzfluss", Jenoptik, Jena
"Springinsfeld", Horschik & Schultz, Dresden
Ateneo, Madrid
Stubengalerie, Goslar
Droysen Keramikgalerie Kattrin Kühn, Berlin
"Springflut", Galerie Edition Terminus, München
"Künstlerbücher und Druckgrafik", Atelier Buchkunst, Gotha
„Stop 4 Gogo“, Galerie Michael Schultz, Berlin„
Zwischen Sprung & Fall“, Galerie Peter Borchardt, Hamburg
„Sprungphase“, Städtische Galerie Sonneberg„
Aufeinander“, Kunstverein Uelzen
„Nobody knows“, Galerie Peter Seitz, Magdeburg
Galerie Kühn, Lilienthal
„Step by Step“, Centro Cultural Sao Lourenco, Portugal
„One Moment.Stop !“,Galeria Alvarez, Porto
„Moving Images“, Galerie Terminus, München
BCA Gallery, London
“Phasenweise”, Kunstverein Eislingen„
Neue Bilder“, Kunstkabinett Regensburg
„Leben und Bewegung“, Galerie Winter, Wiesbaden
„Läuterung“, Galerie Michael Schultz, Berlin
„Grüne Hölle“, Espaco Branco, Viana do Castello, Portugal
Parktheater Bensheim, Galerie Böhler, Bensheim
„Tanz aus der Reihe. Aber tanz dich nicht zu Tode“, Galerie für Zeitkunst, Bamberg
„Aus der Mitte“, Galerie Terminus, München
„Nord Express“, Museu de Arte Contemporânea de Pernambuco, Olinda, Brasilien; zusammen mit Sobral Centeno
„Idyllische Verbindung”, Galerie Scheffel, Bad Homburg
„Apocalypse Cow“, Centro Cultural Sao Lourenco
„obras recientes“, Galería Arnés y Röpke, Madrid
„Stürmische Ankunft“, Galerie Weilinger, Salzburg
„Offene Sprünge“, Galerie Epikur, Wuppertal
„Tanz“, Galerie im Tulla, Mannheim
„Babylon“, Galerie Peter Borchardt, Hamburg
„Cornelia Schleime. Helge Leiberg“, Ludwig Galerie Schloß Oberhausen
„Codex“ Museum Nicolaikirche, Berlin
„Stumme Diener“, Galerie Michael Schultz, Berlin
„Wild Jump“, Kunstkabinett, Regensburg
Schilling Contemporary, Stuttgart (zusammen mit Norbert Bisky)
„Bedacht“, Arbeiten zur Literatur - Bücher, Kunstforum Halberstadt
„Stiller Weg“, Galeria Alvarez, Porto
„Malerei“, Galerie Winter, Wiesbaden
„Keep on moving“, Galerie Terminus München
„Zeitfühlung“, Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder
„Basso Continuo“ Galerie Tiedt, Goslar
Galerie Vonderbank, Frankfurt
“German Figurative Painting”, Neuhoff Gallery, New York
Art Statements Gallery, Hong Kong
“come together”, Galerie Vonderbank, Hamburg
“Die Luft brennt”, Kunstverein Talstrasse, Halle/Saale
“Augen auf!!”, Kulturspeicher Oldenburg, Oldenburg

Gruppenausstellungen

1982
1984
1985

1986/87



1987

1988


1989



1990


1991
1992



1993


1994




1995

1996
1997
1998


1999


2000



2001

2002






2003









2004












2005













2006



„Tanz“, Galerie im Tulla, Mannheim
"Die Zusammenhänge sind einfach", Galerie Suspect, Amsterdam
Zirkusausstellung, Galerie am Körnerpark, Berlin
"Bericht 85", Ankäufe des Berliner Senats, Staatliche Kunsthalle Berlin
"Arbeitsstipendiaten", Senator für kulturelle Angelegenheiten, Kunstamt Wedding, Berlin
"Malstrom - Bilder und Figuren 1982-86", Haus am Waldsee, Berlin
Kunsthalle Wilhelmshaven, Mannheimer Kunstverein
Galerie Aschenbach, Amsterdam
"Momentaufnahme", Kunsthalle Berlin, Brasilien, Wien, Paris
"Künstlerkeramik & Zeichnungen", Galerie Aschenbach, Amsterdam
"Entgrenzungen", Hahnentorburg, Köln
"That´s Jazz", Mathildenhöhe, Darmstadt
"Das Tier", Galerie Bodo Niemann, Berlin
"Passionsbilder", Mannheimer Kunstverein
"The image of writing", Gorthe House, New York, Neuseeland"
Roters zu Ehren", Berlinische Galerie, Gropius-Bau
"Zeitbilder", Kunstverein Mannheim
"Buch und Kunst Triennale", Dürer Gesellschaft, Nürnberg
"Bilder und Zeichnungen", mit Veit Hofmann, Claus Weidensdorfer, Hochschule für bildende Künste, Dresden
"Ausgebürgert", Albertinum, Dresden
"Künstlerbücher aus der DDR", Gutenberg-Museum, Mainz, Anger-Museum, Erfurt, Galerie Barthel, Berlin
"Schattenkabinett", auf dem Pilatus Kulm, Luzern
"Künstlerkeramik", Landeskulturzentrum Salzau, mit Lucebert, Bruce McLean, A.R. Penck, C. Schleime, C. Schlegel,
W.A. Scheffler und Kattrin Kühn
"Trojan Horse", Sotos Art gallery, Saloniki
"Künstler träumen Berlin", Marstall/Berlin
"Bypass", Blaue Fabrik Dresden, mit Bolle Grölle
"Erotik ?", Kunstverein Eislingen
"Körperbilder Menschenbilder", Deutsches Hygiene Museum, Dresden
"Künstler-Keramik der Droysen-Werkstatt, Berlin", Kloster unserer lieben Frauen, Magdeburg"
Totentanz", Kunstverein Eislingen
"Buchgrafik", Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M.
"Palimpsest Berlin" mit Michel Sicard u.a., Galerie des Institut Français, Berlin
"Blau", Galerie Michael Schultz, Berlin"
"Off the wall: New Berlin Work on Paper", DNA - Gallery, Provincetown USA
"Rot", Galerie Michael Schultz, Berlin
"Missing Link", Galerie Michael Schultz, Berlin
"Der Mensch - Facetten des Lebens" Kunstverein Schloß Plön
"Bild für Bild - Positionen zeitgenössischer Kunst", Galerie Michael Schultz, Berlin
Miniatur in der Bildenden Kunst, Fürstenwalde/Spree
„20 Jahre Kunstkabinett“, Kunstkabinett Regensburg
Internationale Biennale Neues Aquarell, Kunststation Kleinsassen
„Holidays in Paradise“, Galerie Michael Schultz, Berlin
Deutsch-Chinesische Kunstausstellung, Deutsche Botschaft Peking
„Akt“, Galerie Netuschil, Darmstadt
„Zeitgenössische Graphik, Zeichnungen, Gouachen, Skulpturen“, Kunstkabinett, Regensburg
„De la couleur et du feu » , Musée de la Faience, Château Pastré, Marseille
„Inspiration Moritzburg“, Schloß Moritzburg, Dresden
„Almauftrieb“, Kulturbrauerei Prenzlauer Berg, Berlin
„sodaliten scheeberger drückehalter...“, Künstlerhaus Bethanien
„grenzenlos-endlos. Miniatur in der Bildenden Kunst“, Städtische Galerie im Alten Rathaus, Fürstenwalde/Spree
„History Revisited“, Elizabeth Leach Gallery, Portland/Oregon
„Köpfe und Portraits“, Galerie Schloß Mochental, Ehningen-Mochental
„Garagen Art“, Galerie im Hansesaal, Lünen
„Positionen I“, Galerie Michael Schultz, Berlin
Centro Cultural Sao Lourenco, Almancil, Portugal
„Malerkeramik“, Neues Kunsthaus Ahrenshoop, Ahrenshoop
„Tanz am Ufer der Berge“, Kunstverein „Talstrasse“ e.V., Halle
„Künstler sehen rot“, Haus der Kunst, München
„Blickachsen 4“, Skulpturen im Park, Bad Homburg v.d. Höhe
„Kunst in der DDR“, Neue Nationalgalerie, Berlin
„Berlin-Moskau 1950-2000“, Martin-Gropius-Bau, Berlin
„Berlin-Moskau 1950-2000“, Staatliche Tretjakow-Galerie, Moskau
„Fackelherz & Falkenrot“, Sammlung de Knecht, Georg Kolbe Museum, Berlin
„Zirkusmetamorphosen“, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz
„Die vier Elemente“, Schwartzsche Villa, Berlin
„Künstler sehen Golf“, Museum am Ostwall, Dortmund
„Why Not?”, Galerie Terminus, München
„Contemporary Art“, Galerie Peter Frey, Wien
„25 Jahre Kunstkabinett“, Kunstkabinett Regensburg
„Goetzen. Kein Bild ist wahr“, Internationales Interdisziplinäres Kunstprojekt, Frankfurt/O.
„Ikarus. Ein Mythos im geteilten Deutschland“, Winckelmann-Museum, Stendal
„Ikarus. Ein Mythos im geteilten Deutschland“, Schloßmuseum, Gotha
„Familia Sacra“, Kirche St. Dominique, Goethe Institut, Brüssel
„Made in Germany, Galleria San Carlo, Mailand
„ARENA“, Kunstverein „Talstrasse“ e.V., Halle/Saale
„Berlin Now”, Galerie Jörg Hasenbach, Antwerpen, Belgien
„Im kleinen Format“, Galerie Scheffel, Bad Homburg v.d. Höhe
„Ikarus. Ein Mythos im geteilten Deutschland“, Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Schlossmuseum, Gotha
„Ikarus. Ein Mythos im geteilten Deutschland“, Cubus Kunsthalle, Duisburg
„Ikarus. Ein Mythos im geteilten Deutschland“, Galerie im Ganserhaus, Weserburg/Inn
„für Volker“, Centro Cultural Sao Lourenco, Portugal
„Blindband“, Gemeinschaftsbücher und Bilder, Mannheimer Kunstverein
„Verkündigung in der zeitgenössischen Kunst“, im Rahmen des Projekts 1000 Jahre Christentum in Brandenburg,
Kunsthalle Brennabor, Brandenburg
„Memento Mori“, im Rahmen des Projekts 1000 Jahre Christentum in Brandenburg, Atlierhaus Panzerhalle
Groß Glienicke
„Paint it loud“, Galerie Peter Tedden, Oberhausen
„Bilder und Bilanzen“, Kunstforum Berliner Volksbank
„Ein anderer Blick“, Bilder Zur Frauenkirche, Neues Coselpalais, Dresden
„Arbeiten auf Papier“, Museum Junge Kunst Frankfurt /Oder
„Im kleinen Format“, Galerie Scheffel Bad Homburg
„Momento Mori“, Panzerhalle Potsdam/ Groß Glienicke
„10 Jahre Galerie im Tulla“, Mannheim
„Uzpuolimas!“, Gallerija Vartai, Vilnius (Katalog)
„dick aufgetragen“, Galerie Helmut Leger, München
„Berührungen“, Galerie Weilinger, Salzburg

Museen, öffentliche und private Sammlungen

Berlinische Galerie, Berlin
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstichkabinett
Berliner Volksbank
Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel
Sammlung Würth, Künzelsau
Klingspormuseum, Offenbach
Kulturfonds Freistaat Sachsen
Stadt Dresden
Museum für Geschichte, Dresden
Staatliche Sammlungen Preußischer Kulturbesitz Kupferstichkabinett, Berlin
Universitätsbibliothek, Jena
Sächsische Landesbibliothek, Dresden
Museum Walter/ Glaspalast, Augsburg
Institut für Buchgestaltung, Leipzig
Museum Schloß Burgk
Kunstsammlungen Coburg
Universitätsbibliothek, Frankfurt/ Main
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Deutsches Literaturarchiv, Marburg
Märkisches Museum , Berlin
Sammlung von Lucius, Stuttgart
M.K.Ciurlionis- Museum Kaunas, Litauen
Getty- Museum, L.A., USA
Sammlung Lothar Günter Buchheim
Sammlung de Knecht, Amsterdam
Sammlung Ritter Sport
Stiftung Haus der Geschichte der BRD, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Altana Kulturforum, Bad Homburg von der Höhe
Sammlung der Mannheimer Versicherung, Mannheim
Signal Iduna Versicherung, Hamburg
Deutsche Leasing, Bad Homburg von der Höhe
Sammlung Christa und Gerhard Wolf
Sammlung Sperling, Mainburg

Bibliographie (Auswahl)

„Totentanz zu Budapest“, Hrsg. Historisches Museum Budapest, 1991
„Luftzug an der Ferse“, Hrsg. Galerie Michael Schultz oHG, Berlin 1995
„Flug des Adlers“, Hrsg. Galerie Michael Schultz oHG, Berlin 1997
„Figuren Schriften“, Hrsg. Galerie Epikur, Wuppertal 1999
„Stop 4 Gogo“, Hrsg. Galerie Michael Schultz oHG, Berlin 1999
„Zwischen Sprung & Fall“, Hrsg. Galerie Peter Borchardt, Hamburg 1999
„Moving Images“, Hrsg. Galerie Terminus, München 2000
„Läuterung. Arbeiten auf Papier“, Hrsg. Galerie Michael Schultz oHG, Berlin 2001
„Aus der Mitte“, Hrsg. Galerie Terminus, München 2002
„Fackelherz & Falkenrot“, Hrsg. Georg-Kolbe-Museum, Berlin 2003
„Offene Sprünge“, Hrsg. Galerie Epikur, Wuppertal 2003
„Bleiben Sie in Bewegung“, Hrsg. Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Oberhausen 2004
„Codex“, Hrsg. Stiftung Stadtmuseum Berlin, Berlin 2004
„ARENA”, Hrsg. Kunstverein “Talstrasse” e.V., 2004, Halle/Saale
„Für Volker“, Centro Cultural Sao Lourenco, Almancil (Portugal) 2005
„Stille Wege”, Hrsg. Galeria Alvarez, Porto 2005


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