The Black Sea Project
Papazov / Senlendirici / Floridis / Alexandrov /
Stefanet / Umerov / Ismailov /
Tavitian / Gagnice / Temiz / Temiz
Preis / Price : 16.36 €
Bestell-Nr. / P/O No. : LYRA ML 0660
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Ivo Papazov (Bulgarien) clarinet
Ergün Senlendirici (Türkei)
trumpet
Floros Floridis (Griechenland) soprano saxophone, bass clarinet
Alexander Alexandrov (Russland)
bassoon
Anatoly Stefanet (Moldau)
viola
Nariman Umerov (Ukraine) accordeon
Enver Ismailov (Ukraine)
electric guitar
Hari Tavitian (Rumänien)
piano
Zurab Gagnidze (Georgien)
electric bass
Okay Temiz (Türkei) drums, percussion
   
01. Horum Instabul Zurab Gagnidze
11:28
02. Paramashivam Smile Alexander Alexandrov
13:49
03. Tekez Zortlatmasi Okay Temiz
11:34
04. Folk Song Nariman Umerov
06:23
05. Moving Waggon Floros Floridis
12:57
Total time: 00:00
 
Produktion: General Publications Company, S.A. Production
Gesamtleitung: Floros Floridis
Live aufgenommen in Istanbul am 26. Oktober 1966 im Cemal Resit Rey Konser Salonu
Remastering: Studio 19, Athen
 
Dieses Album ist dem Andenken Ergün Senlendirici (†) gewidmet.
Erstveröffentlichung: 1998
 
Schwarzes Meer, russ. Tschernoje More, türk. Kardeniz, lat. Pontus Euxinus, 420 000 km2 großer Teil des Mittelmeeres, mit dem es durch Bosporus, Marmarameer und Dardanellen verbunden ist. Der nördliche und der westliche Teil Teil des Schwarzen Meeres sind flach, der südliche hat 1225 m mittlere Tiefe (größte: fast 2500 m); im NW finden sich lagunenartige Strandseen (Liman-Küste). Größte Häfen: Warna, Constanta, Odessa, Sewastopol, Rostow, Batum und Samsun.
 
»Da ist das Meer, so groß und weit; / darin wimmelt es ohne Zahl, / kleine Tiere samt großen. / Da wandeln Ungeheuer, der Leviathan, den du gebildet hast, / damit zu spielen.« (Psalm Davids, 104, 25/26).
 
Schwarzgrüne Wogen drängen an Land, von Winden gepeitscht und geformt. Hoch droben spielt das Ungeheuer und lacht; die kunstvollen Klänge der himmlischen Orgel betören. Smaragdgrüne Wellenkämme türmen sich zum Angriff auf, während drunten das Kliff, von schlangengleichem Seegras umsäumt, inmitten der tosenden Gischt diamanten glitzert. Pontus Euxinus ist ein großes, tiefes Meer. Und dieses große, tiefe, abgeschlossene Meer, dessen dräuende Gewässer die Ufer Asiens und Europas umbranden, zeigte sich gegenüber den Seefahrern der Ägeis zunächst höchst ungastlich. Den wenigen, denen es gelang, den Bosporus zu passieren, auf dem Weg zu den sagenhaften Ländern, wo es Gold, Silber und Eisen in Hülle und Fülle gab, und dort in den natürlichen Häfen und Buchten zu ankern, begegneten Menschen und Völker, die sich neben der Kunst der Metallgewinnung und - verarbeitung auch auf manch andere, furchteinflößende Dinge verstanden, auf den Umgang mit Giften, auf Magie und die Kunst, über glühende Kohlen zu gehen. Doch die Zahl derer, die es wagten, die ungastliche See zu befahren, nahm beständig zu. (...) Und so kam es, dass sie sich mit den geheimnisvollen Völkern dieser Landschaften mischten und sich alsbald auch auf die Instrumente verstanden, mit denen die zauberischen Klänge erzeugt wurden. Das Meer wurde gastlich, und so nannte man es schließlich: Pontus Euxinus.
Nach: E. Zachos
 
Fragen an Helen Kontos, Managerin von ´Black Sea Project´:
 
War das ein einmaliges Projekt oder wurde es in der Folge fortgeführt und weiterentwickelt?
Es begann 1996 als einmaliges Projekt. Doch dann brachte Floros Floridis 1998 einige CD auf Lyra heraus, darunter die in der Türkei eingespielten Aufnahmen des BSP-Projektes. Als Floros mir die Aufnahmen vorspielte, war ich hingerissen. Wir kamen überein, dass ich für weitere Konzerte das Management übernehme.
So traten sie im Juni 1999 in Thessaloniki anlässlich der Eröffnung der ´Black Sea and Development Bank´ auf. Das war der erste Versuch, die Band wieder zusammenzubringen. 8 von 11 Bandmitgliedern waren bei diesem Konzert dabei. Das große Konzert vor dem ´Palast´ (der ehemaligen königlichen Residenz am Meer) musste jedoch aufgrund eines Sturms abgesagt werden, doch dann spielten sie mit kleinster Technik noch im Innenhof. Im Februar 2000 traten sie in der großen Aula von Lissabon vor einem 800-köpfigen Publikum auf. Im Mai 2000 spielten sie in der vollbesetzten Konzerthalle in Ankara, die 1000 Plätze fasst; im November 2000 auf dem bekannten Musikfestival in Nijmegen, Holland.
In diesem Jahr waren eigentlich 3-4 Auftritte geplant, die sich dann doch nicht realisieren ließen, nicht zuletzt wegen der hohen Reisekosten für die Gruppe. Doch ich arbeite bereits an zwei Projekten für 2002, darunter eines in Deutschland und eines in Kanada.
 
Wer hat das Projekt initiiert?
Ursprünglich Okay Temiz. Die CD war Floros Floridis´ Idee. Ich habe ihnen dann vorgeschlagen, sie zu managen, und der Gedanke gefiel ihnen.
 
Gab es Probleme, weil die Aufnahmen in der Türkei eingespielt und in Griechenland veröffentlicht wurden?
Nein, keinerlei. Die Musiker stammen aus acht verschiedenen Ländern, aber Musiker denken nicht in solchen Kategorien wie Länder und Grenzen.
 
Was passierte mit dem türkischen Trompeter Ergün Senlendirici ?
Er starb an Herzversagen. Mit Anfang 30! Seinen Platz hat jetzt Ioury Perfenov eingenommen, ein ebenfalls wunderbarer Trompeter.
Die Gruppe funktioniert dadurch, dass jeder Orginialkompositionen mitbringt, die sie gemeinsam orchestrieren. Die Musik ist beeinflusst von der lokalen Spieltradition der Länder, aus denen die Musiker stammen.
 
Der Sender DeutschlandRadio Berlin widmete dem BSP am 18.5.2001 eine 10-minütige Sendung im Rahmen der Reihe ´Galerie, zusammengestellt und moderiert von dem Pianisten und Musikologen Hanno Rempel.
 
 


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