TWO
CONCERTS
Minton
- Butcher - Hirt |
Preis
/ Price :
15.08 €
Bestell-Nr.
/ P/O No. : FMP CD OWN-90006
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| Phil
Minton |
voice |
| John
Butcher |
tenor
sax, soprano sax |
| Erhard
Hirt |
guitar,
electronics |
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01.
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Vandoeuvre |
26:21 |
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1st
part |
03:57 |
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2nd
part |
02:20 |
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3rd
part |
09:34 |
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4th
part |
05:20 |
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Zugabe
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05:10 |
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02.
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Antwerpen |
28:47 |
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1st
part |
03:24 |
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2nd
part |
20:54 |
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3rd
part |
04:29 |
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Total
time: |
69:54 |
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All
music by Phil Minton (PRS), John Butcher (PRS),
Erhard Hirt (GEMA)
Recorded on June 25, 1995 at ‚Musique Action' Vandoeuvre
(1).
Recorded by Michael W. Huon on August 5, 1995 at
‚Free Music Festival' in Anvers.
Produced by John Butcher and Erhard Hirt
Mastering: Peter Cusack
Artwork: Jochen Twelker
Liner
notes: Markus Müller
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| First
published in January 1998 |
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Aus
dem Booklet:
Als John Cage 1937 prognostizierte, dass die "musikalische
Verwendung des Geräuschs andauern und zunehmen wird, bis wir
zu einer Musik gelangen, die mit Hilfe elektronischer Instrumente
erzeugt wird, die jeden wahrnehmbaren Klang für musikalische
Zwecke verfügbar machen werden", hat er wohl kaum damit gerechnet,
dass 1997 ein Trio eine CD veröffentlichen würde, auf der
ein Sänger, ein Saxophonist und ein E-Gitarrist um die Wette
geräuscheln.
Und auch wenn Erhard Hirt Elektrizität nutzt, um seine Gitarre
in eine interaktive Geräuschbibliothek zu verwandeln, verweigern
sich John Butcher und Phil Minton jeder Art von elektrischen
Hilfsgeistern und dennoch hat man den Eindruck, als gäbe es
nichts, und erst recht kein Geräusch, was nicht zur Verfügung
stände. Diese spezielle Virtuosität, und im Falle von Phil
Minton grenzt die Fähigkeit, die menschliche Stimme zwischen
Schubert und Aluminiumschredder oszillieren zu lassen, an
die Schnittstellen zwischen Wanderzirkus und den Tourneen
der ´Drei Tenöre´, ist nur deshalb erwähnenswert, weil sie
(...) zu musikalisch faszinierenden Resultaten führt.
Butcher, Hirt und Minton spielen seit gut sechs Jahren miteinander.
Minton, mittlerweile eine Legende der englischen Improvisationsmusik,
erfindet seit 20 Jahren die Stimme und ihre Rolle in der Musik
immer wieder neu. In seinem langjährigen Duo mit Veryan Weston
nutzt er immer wieder Liedstrukturen, in Kontexten wie dem
hier diskutierten Trio arbeitet er mit Klängen und Geräuschen,
die er im Sinne des Scat-Gesangs benutzt. (...)
Hirt ist im besten Sinne der Gitarrenprofessor der Improvisation.
Die beiden Solo-Alben, die er in den letzten 13 Jahren veröffentlicht
hat (FMP OWN-90003) zeigen die ´Haltung Webern´: Hirt macht
nur das, was nötig ist (und er weiß nur zu genau, mit welchem
Wasser die Kollegen kochen). Im Trio mit Butcher und Minton
ist er oft genug das Rückgrat und die Folie, auf der sich
der musikalische Prozess weiterentwickelt. (...)
Überdeutlich wird, dass Hirt und Butcher ideale Spielpartner
sind, weil sie kongeniale Vorstellungen von Ereignisdichte
und Ereignisdauer haben. Sie öffnen und konzentrieren die
Möglichkeiten der Musik. Minton illustriert und setzt Impulse,
ist der cagesche Zufallsgenerator, der die anderen umtreibt
und antreibt. (...)
Die Bedingungen des musikalischen Prozesses sind nachvollziehbare
Aktions-/Reaktionsschemata mit einem hohen Grad an Verbindlichkeit
wie auch Offenheit. So wird einerseits die Linearität einer
Entwicklung deutlich, andererseits schwingen aber auch die
möglichen Alternativen für den Hörer mit. So hört auch hier
jeder sich selbst und immer wieder neu. |
Markus
Müller
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